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Flyer im Format .pdf herunterladen: mit Informationen zu Stationen, Klöstern, Kurort Bad Herrenalb und Klosterküche


Eine alternative Klosterpfad-Tour: Mit Mystikern mitten ins Mittelalter
„Mystisch“ steht umgangssprachlich fast immer für „geheimnisvoll“. Das Lexikon sagt allerdings: Mystik kommt vom griechischen myein „Augen und Lippen schließen“. Also eine Grundform des religiösen Lebens oder das unmittelbare Erleben Gottes – nur mit Gefühl ohne Umweg über den Verstand. Am Pfingstmontag hatten sich hinter den Buden des Kunsthandwerkermarktes im Herrenalber Kloster ein Dutzend Interessierte eingefunden – eine bunte Mischung: Neben dem praktizierenden Katholiken ein Black-Metall-Musiker, Urlauber, ein Langzeit-Kurgast und Einwohner aus der Region… Der Bad Herrenalber Kurseelsorger Hans-Jörg Hyneck – Initiator der Thementour – machte an historischer Stätte zwischen Paradies und Klosterkirche mit den Mystikern des Tages bekannt: Vom Ordensgründer Bernhard v. Clairvaux über die Benediktinerin Hildegard von Bingen und Franziskus bis zum Konvertiten Angelus Silesius, dem „schlesischen Boten“ aus Breslau, dem in der evangelischen Kirche die Mystik fehlte.

Die Spezialtour sollte den Stationen des Klosterpfades im Albtal folgen, auch thematisch. Also Einblick geben in die großen klösterlichen Orden und Abtei-Alltag, Bildung und Besitztümer… „Besitz“ war denn auch die Antithese zum Gott suchenden Mystiker – je weniger, desto erfolgreicher war der Weg. Es war gewissermaßen ein Sprung aus dem „Konsum“ des Marktes in der Klosterstraße in die fundamentale Kontemplation. Bei Franz von Assisi war dies auch der tatsächliche Lebensweg – vom verwöhnten Schönling aus reichem Haus zum Gründer eines Bettelordens, der die Selbstverleugnung ekstatisch vollzog und sein Ego negierte.

Jeder Teilnehmer startete mit einigen Originaltexten der Mystiker und konnte nun an sechs Gesprächs-Stationen ein wenig in deren Welt eintauchen. Doch immer gab es auch örtlich-zeitliche Bezüge: Zwei Jahre vor der Gründung des Herrenalber Zisterzienserklosters predigt Bernhard auf dem Reichstag zu Speyer – und ruft dort zum Kreuzzug nach Palästina auf. Auch ein Anstoß für die Abtei mitten im Albtal?

Beim Besitz war durchaus moderne Erkenntnis gefragt, wenn z.B. der Abt von Clairvaux im 12. Jahrhun­dert sagt: „Durch einen gewissen Trick wird Geld so verteilt, dass es sich vervielfacht!“ Die Fake-Zertifikate unseres Jahrhunderts lassen grüßen. Dass es auch in den Kirchen von Reichtum „funkelt“, fand seine Kritik. Vielleicht gelten deshalb die Zisterzienser als die „ersten Protestanten“?

Radikal in dieser Hinsicht war der heilige Franziskus: „Wenn du vollkommen sein willst, geh und verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen..!“ Nicht alle waren dieser Ansicht: Die Frauenalber Stiftsdamen verlangten (wie eine Bank) für einen Kredit an die Stadt Pforzheim fünf Prozent Zins.

Die meist mittelalterlichen Mystiker – nur Silesius wirkte in der Barockzeit – waren mit der herrschenden Kirche nicht immer einig. Dass „Gott in allen Dingen“ ist, war jedenfalls keine „amtliche“ Weltsicht. Da war u.a. durchaus die Rede von „Mutter Erde“ (Gaia), von „Schwester Sonne und Bruder Mond“. Oder vom „göttlichen Funken“ in allem was lebt…

Und im Gebet sollte man nach Meister Eckart (1260-1328) nicht unbedingt „Gott um etwas bitten“. Dieser noble Dominikaner, dessen Himmel durchaus pantheistisch genannt werden kann – und der deshalb als „Ketzer“ galt – hatte auch gute Ratschläge: Stets mit dem zufrieden zu sein, was man hat – und nicht einem Verlust nachzutrauern.

Drei Stunden Wanderung waren geplant. Aber auf mehrheitlichen Wunsch und angesichts kreativer Interpretationsfreude der Teilnehmer wurde daraus erheblich mehr. Im Benediktinerkloster Frauenalb angekommen, diskutierte dort bei Eiskaffee und Fassbier die Runde weiter. Und einige machten dann sogar den Weg zu Fuß zurück durch den Bannwald nach Bad Herrenalb – Kontemplation mit höchst sportlicher Note bei strahlendem Sonnenschein.

Wenn es auch nur mystische Kostproben sein konnten, so war es doch für einige ein kleiner „Erkenntnisweg“ – Wegweiser für die eigene Sinnsuche.

Armin Thaler

Nach Klosterpfad-Tour, Fasten für Feinschmecker
Bad Herrenalb. Bis Ostern ist in christlichen Landen Fastenzeit angesagt. Auch die „Klosterwirte“ am Themenpfad im Albtal haben dazu passende Angebote. Das Tourismusbüro der Kurstadt gibt den Tipp: Vor der Tour über den Themenpfad zwischen dem Zisterzienserkloster der „Herren von Alb“ und der Abtei der Benediktinerinnen ein leichtes Menü, das auch aus der Klosterküche kommen könnte! Zum Beispiel im Herrenalber Kurhaus-Parkrestaurant eine Schwarzwälder Regenbogenforelle oder leckere in der Pfanne gebratene Kartoffelrösti, überbacken mit buntem Wintergemüse und herzhaftem Käse… Die „Klosterwirte“ folgen der Tradition: Immerhin hatten klösterliche Küchen jahrhundertelang Erfahrung, auch in der 40-tägigen Fastenzeit nicht auf Gaumenfreuden zu verzichten.

Information und Anmeldung: Touris­musbüro 76332 Bad Herrenalb,
Tel. 07083-500551, info@badherrenalb.de

Was hat Carl Benz mit dem Kloster Frauenalb zu tun?
Marxzell. Auf den ersten Blick scheint der Autopionier eigentlich keinen Bezug zur Abtei der Benediktiner-Stiftsdamen von Frauenalb zu haben. Denn als Carl Benz geboren wurde, gab es in Frauenalb schon keine „Nonnen“ mehr; das Kloster war aufgelöst. Aber wer das Buch der Geschichte aufschlägt, entdeckt dann doch eine sogar direkte Beziehung. Winfried A. Seidel schreibt in seinem Buch „Carl Benz – eine badische Geschichte“ (Edition Diesbach):

Das Geschlecht der Familie Benz lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurück verfolgen. Westlich von Nördlingen lag das Lehensgut Cimborn, Eigentümer des Gutes war das Kloster Frauenalb. Und auf diesem Gut lebte das Geschlecht der Benz. Im Schutz des umfriedeten Hofes siedelten bald Bauern an. So entstand der Ort Benzenzimmern.

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Schwarzwälder KIosterpfad: „1000 Jahre auf 5000 m“
Bad Herrenalb / Marxzell-Frauenalb. „Ein Jahrtausend auf 5000 m“ verspricht der Klosterpfad zwischen der Herrenalber Zisterzienser-Abtei und dem Benediktinerinnen-Stift Frauenalb mit einem guten Dutzend Stationen und „Minikapellen“. Die Tour geht durch Kurpark und Bannwald und vermittelt auch große Baukunst von Romanik bis Barock. Doch der Besucher findet auch viel Kulinaria bei den „Klosterwirten“.

Seit letztem Sommer gibt es diesen besonderen Themenweg, der wieder ab April 2011 jeden Samstag viele Zeitfenster in die Historie öffnet: Klosterpfad-Guides erklären Geschichte von Mittelalter bis Moderne. Sie erzählen Geschichten aus dem Kloster-Alltag und über die vielen Besitztümer links und rechts des Rheins. Aber auch, wie sich der Fluch der letzten Äbtissin erfüllt hat. Im „sprechenden Zollhäusle“ an der alten badisch-württembergischen Grenze ist eine historische Beichte zu hören.

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Vollmond-Tour auf dem Klosterpfad
Bad Herrenalb. Der Vollmond begleitet die Abend-Wanderung auf dem Klosterpfad am 23. September. Mit dem Kloster-Guide Horst Wahl startet die Tour um 19 Uhr am Steinmönch in der Herrenalber Klosterstraße.

Das Besondere an der Donnerstag-Führung: Es ist gleichzeitig Tag-und-Nachtgleiche, Herbstanfang und der Wechsel ins Sternbild Waage.

Wieder geht es mit kleinen Laternen 5000 m durch Kurpark und Bannwald vom romanisch-gotischen Zisterzienser-Kloster der „Herrenalb von Alb“ zur barocken Abtei der Frauenalber Benediktiner-Stiftsdamen. Und die Teilnehmer hören große Geschichte und nette Geschichten aus einem ganzen Jahrtausend.

Info und Anmeldung: Tourismusbüro Bad Herrenalb, Tel. 07083 500551, info@badherrenalb.de

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Vollmond Klosterpfad-Wanderung
Bad Herrenalb. Vollmond-Wanderung auf dem Klosterpfad. Dienstag, pünktlich um 19.05 Uhr zum aktuellen Vollmond-Stand, gab Klosterpfad-Guide Horst Wahl vor dem Herrenalber „Steinmönch“ das Start-Signal. Zwei Dutzend Besucher mit Kind und Hund gingen mit kleinen Laternen durch Kurpark und Bannwald von der ehemaligen Abtei der Zisterzienser zum Kloster der Frauenalber Stiftsdamen. Helga Merkle vom Herrenalber Tourismusbüro freute sich über die gute Resonanz aller bisherigen Spezialführungen über diese neue 5000-Meter-Thementour. Es wird auch im Herbst wieder Vollmond-Wanderungen geben.
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Erste Kontemplative Führung für Gruppen - Mit Bettelmönch und Benedikt über den Klosterpfad
Bad Herrenalb. „Viele Wege führen ins Kloster“ – das war die Devise für die erste kontemplative Führung über den Klosterpfad im Albtal mit dem Bad Herrenalber Kurseelsorger Hans-Jörg Hyneck. Und auf Anhieb folgten mehr als ein Dutzend Interessierte diesem Angebot. ...
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Klosterpfad mit Prominenz und vielen Besuchern eröffnet
Bad Herrenalb/Frauenalb. Schon der Start am Samstag in der Klosterscheuer war verheißungsvoll: Viel Prominenz war der Einladung aus den Rathäusern von Herrenalb und Marxzell gefolgt: Die Landräte von Karlsruhe und Calw, Landtagsabgeordneter Dr. Prewo, der Oberderdinger Bürgermeister Thomas Nowitzki – die Derdinger lieferten den „Herren von Alb“ Jahrhunderte lang Wein - und einige Ehrenbürger beider Gemeinden… Weit über hundert Erst-Besucher waren bei den Start-Führungen dabei.
Bericht vom 24.07.2010 herunterladen

Schwarzwälder KIosterpfad: Täglich Führungen vom 25. bis 27. Juli – ab 31. Juli jeden Samstag
Bad Herrenalb. „Ein Jahrtausend auf 5000 m“ verspricht der Klosterpfad zwischen der romanisch-gotischen Herrenalber Zisterzienser-Abtei und dem barocken Benediktinerstift Frauenalb mit einem Dutzend Stationen und „Minikapellen“.
Bericht vom 18.07.2010 herunterladen

Training am Themenweg: KIosterpfad im Albtal
Der Klosterpfad Herrenalb-Frauenalb startet ab 25. Juli
Bericht vom 10.07.2010 herunterladen


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Tourismusbüro Bad Herrenalb
Rathausplatz Bad Herrenalb
Telefon: 07083 500551
Telefax: 07083 500524
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Telefon: 07248 91470
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